Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) klar

NNA baut ein Netzwerk für Naturschutzfachkräfte im weiteren Balkanraum auf

BalkaNatureNet

In den vergangenen 10 Jahren wurde an der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) die Fortbildung "NatuRegio" durchgeführt. Dadurch wurden rund 80 Naturschutzfachkräfte aus Südosteuropa weitergebildet und im jeweiligen Programmdurchgang untereinander vernetzt. Im letzten Fortbildungsprogramm entwickelten Teilnehmer/innen die Idee für ein transnationales Expertennetzwerk aller NatuRegio-Alumni.

BalkaNatureNet - ein Expertennetzwerk für Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Im Februar 2016 startete die NNA ein anderthalbjähriges Vorhaben, um diese Idee in die Tat umzusetzen.

"Der Wunsch nach einem professionellen Netzwerk stammt von unseren Alumni. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sie in alle unsere Schritte und Entscheidungen eingebunden werden", erklärt Projektkoordinatorin Petra Schneider.

Zu Beginn wurden Einzelinterviews mit den rund 80 NatuRegio Alumni geführt. Das Feedback war durchweg positiv. "Der fachliche Austausch über Ländergrenzen hinweg ist in der Region immer noch nicht Standard. Wir hörten oft, wie wertvoll es für die Teilnehmenden war zu erfahren, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind", erläutert Anne-Lone Ostwald, ebenfalls Projektkoordinatorin im BalkaNatureNet Projekt der NNA. "Wir können uns gegenseitig helfen", war eine wichtige Erkenntnis.

Eine detaillierte Befragung der Alumni ergab viele Ideen, Wünsche und Vorstellungen für das angedachte Expertennetzwerk. Die Mehrheit möchte am Netzwerk beteiligt sein und es unterstützen. Die ausgewerteten Befragungsergebnisse bildeten die Grundlage für einen Expertenworkshop im September 2016. Es nahmen über 20 Experten aus neun verschiedenen Ländern teil. In intensiven Arbeitsgruppen wurde eine Grundlage für das Netzwerk BalkaNatureNet erarbeitet. Vision, Ziele und Strukturen wurden diskutiert und ein Aktionsplan entwickelt. Es wurde entschieden, dass der besondere „Spirit" von NatuRegio die Basis für das Netzwerk ist, es aber offen für weitere Experten ist.

BalkaNatureNet nimmt Formen an

Seit Herbst 2016 arbeiten Alumni und auch externe Experten in Arbeitsgruppen auf rein ehrenamtlicher Basis gemeinsam mit den Koordinatorinnen der NNA an der Etablierung von BalkaNatureNet. Es müssen Richtlinien, Statuten und die allgemeine Ausrichtung des Netzwerkes entwickelt werden. Wer kann Mitglied werden? Was sind die Aufgaben des Netzwerkes? Wie organisiert sich das Netzwerk? Viele Fragen warten auf Antworten.

Neben den grundlegenden Entscheidungen werden noch zwei weitere Meilensteine bearbeitet. Das Netzwerk wird einen eigenen Internetauftritt erhalten, der zukünftig den Dreh- und Angelpunkt von BalkaNatureNet darstellen wird. Hier werden Informationen und Erfahrungen direkt ausgetauscht, Mitglieder geworben und der Kontakt zu Experten anderer Länder gesucht.

Im April 2017 findet das erste Netzwerktreffen (das BalkaNatureNet - Forum) in Tirana, Albanien statt. Hier wird BalkaNatureNet offiziell gegründet und als eine Art Pilotveranstaltung der fachliche Austausch der Experten ermöglicht.

„Es ist ein spannender Prozess", gibt das Team der NNA zu, „noch wissen wir nicht, was die Zukunft für BalkaNatureNet bereithält. Aber der Enthusiasmus und das Engagement unserer Alumni hat uns selten im Stich gelassen."

Das Projekt BalkaNatureNet wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. sowie der Heidehof Stiftung gefördert.


Das Projekt BalkaNatureNet der NNA wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. sowie der Heidehof Stiftung gefördert.
Naturschutz über Grenzen hinweg – Teilnehmende eines der NatuRegio-Projekte der NNA (Foto: Anne-Lone Ostwald)

Naturschutz über Grenzen hinweg – Teilnehmende eines der NatuRegio-Projekte der NNA (Foto: Anne-Lone Ostwald)

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