klar

Bestäuber in der Landwirtschaft – wichtige Arbeitskräfte oder lästige Insekten?

in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverband Niedersachsen e.V. (NVN)



Nr.

17-C-07

Zum Thema

Die Zahl und Vielfalt bestäubender Insekten wie Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und Schwebfliegen geht seit einigen Jahrzehnten dramatisch zurück. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die lokale Artzusammensetzung in Ökosystemen oder die Biodiversität - auch die Landwirtschaft, und damit unsere Nahrungsmittelproduktion, hängt unmittelbar von der Diversität und Leistung der Bestäuberinsekten ab!

In unseren Breiten werden rund 88% der Blütenpflanzen durch Insekten bestäubt. Für Ökosysteme und Landwirtschaft ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die Vielfalt der Insekten von großer Bedeutung. Nur eine hohe Bestäuberdiversität sichert die Bestäubung durch Blütenbesuche zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten und damit die Ausbildung von Früchten.

Bestäubende Insekten sind durch verschiedenste Faktoren bedroht, die Intensivierung der Landwirtschaft spielt hierbei eine ganz wesentliche Rolle. So fehlen vielerorts unbewirtschaftete Flächen, die Nistplätze und Unterschlupf bieten. Der Einsatz von Pestiziden schwächt die Insektenvölker und macht sie zudem anfälliger für Parasiten.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, einen Überblick über wissenschaftliche Fakten und die wirtschaftliche Dimension der Bestäuberinsekten zu geben, die Gründe für den Rückgang der Bestäuberinsekten aufzuzeigen und erforderliche Gegenmaßnahmen zu erörtern.

Leitung

Dr. Katharina Homburg, NNA, Schneverdingen
Julia Günther, NVN, Hannover

Teilnahmegebühr

85,- €, einschließlich Mittagessen sowie Tagungsgetränke

Teilnehmerkreis

Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft, aus Verbänden der Landwirtschaft und des Naturschutzes sowie Landwirte, Imker und weitere Interessierte




Programm

10.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Katharina Homburg, NNA
Julia Günther, NVN


Einführung

10.10 Uhr

Lepidoptera: In Schönheit sterben oder Sympathieträger im Kampf gegen das Insektensterben?
Carola Sandkühler, NVN

10.30 Uhr

Nutzen, Risiken und Chancen der Bestäubung: Hauptaussagen des Bestäuberberichtes des Weltbiodiversitätsrates (IPBES)
Prof. Dr. Josef Settele, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, Halle

11.15 Uhr

Kaffeepause


Ursachen und Folgen der sinkenden Diversität in der Agrarlandschaft

11.30 Uhr

Homogenisierung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft: Auswirkungen der Landschaftsheterogenität und Landnutzungsintensität
PD Dr. Catrin Westphal, Agrarökologie, Georg-August-Universität Göttingen

12.15 Uhr

Insektenbestäubung im Obstanbau und ihr Einfluss auf Frucht-Menge und -Qualität
Dr. Wolfram Klein, Obstbauversuchsring des Alten Landes e.V., Jork


Förderprogramme und Naturschutzmaßnahmen

13.00 Uhr

Insekten brauchen Blütenvielfalt - Förderprogramme und Naturschutzmaßnahmen machen es möglich
Gisela Wicke, Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Hannover

13.45 Uhr
Mittagessen


Erfahrungen aus der Praxis

15.00 Uhr

Bestäuber-Management kann den Bestäubungsbeitrag durch Wildbienen in landwirtschaftlichen Kulturen fördern und Lebensraum für diese schaffen
Dr. Otto Boecking, LAVES - Institut für Bienenkunde, Celle

15.45 Uhr

Maßnahmen zur Förderung von Wildbienen & Co. - Arten- und blütenreiche Lebensräume mit heimischen Wildpflanzen erfolgreich anlegen und pflegen
Sandra Mann, Hochschule Anhalt, Bernburg

16.30 Uhr
Kaffeepause

16.50 Uhr

Aufwand und Nutzen von Fördermaßnahmen im landwirtschaftlichen Betrieb
Christian Cordes, Hof Cordes, Undeloh/Wesel

17.20 Uhr

Abschlussdiskussion
Dr. Katharina Homburg
Julia Günther

17.45 Uhr

Ende der Veranstaltung

Eine Honigbiene sammelt Pollen und Nektar an einer Blüte der Königskerze

Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum 18.10.2017 für die Veranstaltung an.

Informationen zum Tagungsort

Noch Fragen?

Ich helfe Ihnen gerne:
Susanne Heidebreck
Tel: 05199/989-76

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