Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) klar

Geocaching und Naturschutz

in Zusammenarbeit mit der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (INA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)


Nr.

15-E-02

Zum Thema

Geocaching, die moderne GPS-gestützte Schnitzeljagd, findet zunehmend mehr Anhänger. Die weltweite Verbreitung des Spiels funktioniert bisher vor allem über entsprechende Websites im Internet (z.B. www.geo-caching.com, www.opencaching.de, www.opencaching.com). Für das Verstecken der "caches" spielen landschaftliche Attraktivität und Naturerlebnis eine wichtige Rolle. Gerne werden dazu Räume gewählt, die nur wenig von Menschen frequentiert sind. Caches sind meistens auf Dauer angelegt und können somit ganzjährig gesucht werden.

Die NNA hat dieses Thema in 2010 in einer Fachtagung aufgegriffen um über Geocaches mit besonderem Blickwinkel auf den Naturschutz zu diskutieren. 2014 wurde die Diskussion in einem gemeinsamen Workshop an der Internationalen Naturschutzakademie des BfN auf der Insel Vilm vorangetrieben.

Die Zahl der Anhänger dieser Freizeitbeschäftigung steigt stark an. Die Zahl der aktiven Caches in Deutschland hat sich von etwa 150.000 in 2010 auf heute über 300.000 in Deutschland verdoppelt. Manche Naturschutzfachleute sehen Geocaching inzwischen als ernsthafte Bedrohung für störungsempfindliche Arten. Andererseits hat Geocaching in der Umweltbildung einen breiten Freundeskreis gefunden. Umweltverbände bieten Geocaching-Camps für Kinder und Jugendliche an. Auf einschlägigen Websites finden sich mittlerweile Hinweise zum richtigen Verhalten in der Natur (z.B. http://www.natursportinfo.de/nsi_geocaching.html). Die Internationale Naturschutzakademie hat 2014 in einer Umfrage versucht, einen ersten systematischen Überblick über tatsächlich existierende Konflikte, Konfliktminimierung und positivem Einsatz von Geocaching in der Umweltbildung zu erhalten.

Die Fachtagung wird nun den aktuellen Stand der Diskussion zum Thema Geocaching und Naturschutz reflektieren, den Erkenntnis- und Erfahrungsaustausch der beteiligten Akteure fördern und sich mit Fragen auseinander setzen wie: "Welche Auswirkungen auf Natur und Landschaft sind mit diesem Freizeitvergnügen verbunden?", "Wie riskant ist Geocaching für störungsempfindliche Arten?", "Wie sind die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen für das Ausbringen und Suchen von Geocaches?", "Wie ist Geocaching im Sinne von Naturschutz und Umweltbildung am besten nutzbar?". Die Ergebnisse des Workshops und der Umfrage der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm werden präsentiert.

Teilnehmerkreis

Umwelt- und Naturschutzverwaltungen und -verbände, Planungsbüros, Naturschutzexperten, aktive Geocacher, Reviewer, Plattformbetreiber und alle, die über dieses Thema mehr wissen wollen oder müssen.

Leitung

Dr. Johann Schreiner, Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz und Professor, Schneverdingen
Dr. Ralf Grunewald, Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm des BfN, Lauterbach/Rügen

Teilnahmegebühr

145,- € inkl. Mittagessen und Abendessen sowie Tagungsgetränke




Programm


Mittwoch, 11. Februar

10.00 Uhr

Begrüßung und Einführung
Dr. Johann Schreiner, NNA
Dr. Ralf Grunewald, INA

10.15 Uhr

Geocaching, Naturschutz und Umweltbildung: Der aktuelle Stand der Diskussion auf Bundesebene mit den Ergebnissen eines Workshops und einer Umfrage zum Thema
Dr. Ralf Grunewald, INA Vilm

11.15 Uhr

Pause

11.45 Uhr

Naturschutzrecht und Geocaching
Rechtsanwalt MR i.R. Prof. Dr. Hans Walter Louis LL.M., Institut für Rechtswissenschaften, Technische Universität Braunschweig

12.30 Uhr

Geocaching im Tourismus. Das Beispiel Schneverdingen Touristik
Julia Garbers, Schneverdingen-Touristik

13.00 Uhr

Mittagspause

14.00 Uhr

Geocaching in der Praxis: Wir suchen Caches auf dem Gelände des Camp Reinsehlen
Julia Garbers, Schneverdingen-Touristik,
Markus Gründel, Schriftsteller und Journalist, Hannover

15.15 Uhr

Wie riskant ist Geocaching für störungsempfindliche Arten?
Dipl.-Ing. Wilhelm Breuer, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V., Bad Münstereifel

16.00 Uhr

Pause

16.30 Uhr

Der Walpurgis-CITO-Event, eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Geocachern mit dem Nationalpark Harz
Markus Gründel, Schriftsteller und Journalist, Hannover

17.15 Uhr

Zusammenfassende Diskussion
Wie sieht der „perfekte" Cache aus Naturschutzsicht aus?
Was können Vereinsstrukturen im
Geocaching zu einer besseren Berücksichtigung des Naturschutzes beim Geocaching beitragen?

18.00 Uhr

Ende des ersten Veranstaltungstages und gemeinsames Abendessen

anschließend

Gedankenaustausch am Kamin im Hotel Camp Reinsehlen




Donnerstag, 12. Februar

09.00 Uhr

Zur Rolle der Geocaching-Websites und der Reviewer bei der Berücksichtigung von Naturschutzbelangen im Geocaching
Friedemann Vetter (Onkel Fedja), Reviewer bei Geocaching.com, Fürstenwalde

09.45 Uhr

„Problematische" Geocaches und der Umgang damit
Daniel Gehrtz (Danlex), Opencaching Deutschland e.V., Hannover

10.30 Uhr

Pause

11.00 Uhr

GPS-unterstützte Bildungsangebote in Feld, Wald und Flur - Konzepte, Chancen und Grenzen aus pädagogischer Sicht
Prof. Dr. Armin Lude, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

11.45 Uhr

Beispiele für Zusammenarbeit von Geocachern und Förstern sowie Waldeigentümern
Rudolf Schüller, Lehrbeauftragter (ISM) und Geocacher, Ochtrup

12.30 Uhr

Zusammenfassende Diskussion
Geocaches als Instrument der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit für den Naturschutz

13.00 Uhr

Zusammenfassung der Tagung und Feedback

13.15 Uhr

Mittagessen und Ende der Veranstaltung

Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum 28.01.2015 für die Veranstaltung an.

Geocaching
Bildrechte: Schneverdingen Touristik
Der Tagungungsort Camp Reinsehlen

Noch Fragen oder auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit?

Ich helfe Ihnen gerne:
Barbara Schultz
Veranstaltungsorganisation
Tel: 05198-989076

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