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Pestizide contra Artenschutz: Einfluss auf die Erreichung von Natura-2000-Zielen

Termin: 26.04.2016

Ort: Camp Reinsehlen, 29640 Schneverdingen

Nr.

16-C-03

Zum Thema

Pestizide rücken immer stärker ins Licht in der Diskussion um den Rückgang der Biologischen Vielfalt. In der Landwirtschaft großflächig Verwendung findende Pestizide wirken nicht nur auf die Zielorganismen, sondern direkt oder indirekt auf teils hochgradig gefährdete Arten unter europäischem Schutz.

So finden vor allem die Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Bienen aktuell starke Beachtung. Neue Veröffentlichungen weisen nun auf den Einfluss von Neonikotinioden auf Vögel und Säuger hin. Dies kann durch eine direkte Wirkung geschehen, indem z.B. die Stoffe mit der Nahrung in den Körper aufgenommen werden und dort Schäden bewirken. Populationen können aber auch durch indirekte Faktoren geschädigt werden, z.B. durch den Rückgang ihrer Nahrungsgrundlage verursacht durch Pestizide. Bereits sehr geringe Dosen von Insektiziden könnten so langfristig gesehen eine große Wirkung auf verschiedene hoch geschützte Arten zeigen.

Trifft dies zu, müssen die Faktoren Berücksichtigung bei der Sicherung der Natura-2000-Gebiete sowie der Maßnahmenplanung dafür finden. Ansonsten laufen dringend notwendige Schutzmaßnahmen, z. B. für gefährdete Wiesenbrüter, ins Leere.

Diese Veranstaltung geht auf den Stand der Forschung zum Einfluss von Pestiziden ein, stellt Risikomanagementmaßnahmen vor, diskutiert wie dies Berücksichtigung, z.B. bei der Ausweisung von Schutzgebieten, finden kann, welche Probleme es hierbei gibt und wie mit diesen umgegangen werden kann.

Leitung

Dr. Katrin Heuer, NNA

Teilnahmegebühr

85,--€ inkl. Mittagessen und Tagungsgetränke

Teilnehmerkreis

Mitarbeiter aus Behörden, Verbänden, Kammern, Planungsbüros, weitere Interessierte

Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum
11. April 2016 für die Veranstaltung an




Programm

10.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Katrin Heuer, NNA

10.15 Uhr

Einsatz und Wirkung von Pestiziden und ihre Auswirkung auf die Umwelt
Dr. Henk Tennekes, Toxikologe, Experimental Toxicology Services Nederland, Zutphen

11.15 Uhr

Kaffeepause

11.45 Uhr

Auswirkung von Pestiziden auf Vögel und Säugetiere - welche Risikomanagementmaßnahmen sind erfolgversprechend?
Dr. Hermann Hötker, Michael Otto Institut im NABU, Bergenhusen

12.45 Uhr

Belastung der Oberflächengewässer in Niedersachsen mit Pestiziden
Dr. Anna-Katharina Girbig, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Betriebsstelle Hannover-Hildesheim

13.15 Uhr

Mittagessen

14.15 Uhr

Einfluss der Pestizidproblematik auf die Erreichung der Natura-2000-Ziele
Dipl.-Biol. Theo Poppen, Amt für Planung und Naturschutz, Landkreis Aurich

14.45 Uhr

Berücksichtigung der Pestizidproblematik in Natura-2000-Gebieten
M.Sc. Eva Schneider, Direktion, NLWKN, Hannover

15.15 Uhr

Kaffeepause

15.45 Uhr

Grünlandbewirtschaftung: Sind Landwirtschaft und Naturschutz in Natura-2000-Gebieten in Einklang zu bringen?
Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen, praktischer Landwirt, Ovelgönne

16.15 Uhr

Diskussionsrunde:

Umgang mit der Pestizid-Problematik in Natura-2000-Gebieten
Dr. Henk Tennekes, Dr. Hermann Hötker, Dr. Anna-Katharina Girbig, Theo Poppen, Eva Schneider, Dr. Karsten Padeken

ca. 16.45 Uhr

Ende der Veranstaltung


Der Tagungungsort Camp Reinsehlen

Noch Fragen oder auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit?

Ich helfe Ihnen gerne:
Gudrun Janz
Veranstaltungsorganisation
Tel.: 05198-989071

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