Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) klar

Neobiota: Management von invasiven gebietsfremden Arten

Hinweis: Die Veranstaltung ist ausgebucht, eine Warteliste wurde eingerichtet.

Nr.

17-F-15

Zum Thema

In der Europäischen Union und in anderen europäischen Ländern kommen in der Umwelt rund 12.000 gebietsfremde Arten vor, von denen schätzungsweise 10 bis 15 % als invasiv angesehen werden, so das Bundesamt für Naturschutz. Invasive gebietsfremde Arten sind eine der größten Bedrohungen für Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen. Dem entgegenzuwirken trat am 01.01.2015 die EU-Verordnung Nr. 1143/2014 "über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten" in Kraft. Die Umsetzung in deutsches Recht ist noch nicht erfolgt, doch die EU-Verordnung gilt unmittelbar. Im August 2016 hat die EU-Kommission die erforderlich gewordene Unionsliste veröffentlicht, sie enthält 37 Arten, von denen mindestens 24 in Deutschland bereits wildlebend vorkommen.

Was bedeutet dies für die aktuelle Praxis der Naturschutz- und der Wasserbehörden, Naturschutz-, Jagd- und Fischereiverbände wie auch Land- und Forstwirtschaft? Welche zusätzlichen Aufgaben hinsichtlich der Dokumentation, Bewertung und Maßnahmen sind gefordert? Welche Arten gelten als invasiv und sollten zum Schutz der biologischen Vielfalt bekämpft werden - auch über die Unionsliste hinaus? Diese Fragen werden betrachtet, wie auch konkrete Beispiele und erfolgreiche Maßnahmen der Bekämpfung und der Verhinderung weiterer Ausbreitung gebietsfremder Arten vorgestellt

Leitung

Dipl. Geogr. Martina Nachreiner, Schneverdingen

Teilnahmegebühr

160,-- € inkl. Mittagessen und Abendbrot sowie Tagungsgetränke

Teilnehmerkreis

Naturschutz- und Wasserbehörden, Naturschutz-, Jagd- und Fischereiverbände, Land- und Forstwirtschaft

Hinweis

Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum 7. Febr. 2017 für die Veranstaltung an




Programm


Mittwoch, 1. März 2017


Rechtsgrundlagen und "neue" Aufgaben

10.00 Uhr

Begrüßung und Einführung

10.15 Uhr

EU-Verordnung invasiver Arten: Papiertiger oder wirkungsvolles Rechtsinstrument zum Schutz der biologischen Vielfalt
Dr. Stefan Nehring, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

11.15 Uhr

Für Niedersachsen relevante invasive Neobiota der Unionsliste
Christian Boestfleisch, Jens Leferink, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Hannover

12.00 Uhr

Pause

12.15 Uhr

Invasive Arten als Problem für den Erhaltungszustand von FFH-Lebensraumtypen in Niedersachsen
Dr. Olaf von Drachenfels, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Hannover

13.00 Uhr

Mittagessen

14.00 Uhr

Beschleunigt der Klimawandel die Ausbreitung von Neobiota?
Prof. Dr. Kai Jensen, Universität Hamburg, Angewandte Pflanzenökologie, Hamburg

14.45 Uhr

Einzelfallbewertung und Management invasiver Pflanzenarten: gegen welche Bestände sind Maßnahmen vordringlich?
Dr. Beate Alberternst, Wissenschaftliches Büro: Projektgruppe Biodiversität, Friedrichsdorf

15.30 Uhr

Pause

16.00 Uhr

Der Kiefernholznematode und weitere für den Naturschutz relevante Quarantäneschadorganismen
Dr. Justine Sylla, Pflanzenschutzamt, Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, Hannover

16.45 Uhr

Korina - Vorstellung der Koordinationsstelle Invasiver Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V.
Katrin Schneider, Korina, Halle

17.30 Uhr

Ende des ersten Veranstaltungstages

18.00 Uhr

Abendessen




Donnerstag, 2. März 2017


Maßnahmen umsetzen

09.00 Uhr

Zu den Bekämpfungsmöglichkeiten invasiver Wasserpflanzen: von der Biologie der Art zum erfolgreichen Management
Dr. Andreas Hussner, Jackels Umweltdienste, Schwalmtal

09.45 Uhr

Invasive Krebse - das Leben mit der Katastrophe
Dipl.-Biol. Christoph Dümpelmann, Büro für Fischbiologie & Gewässerökologie, Forum Flusskrebse, Marburg/Lahn

10:30 Uhr

Pause

10.45 Uhr

Aquatische Invasoren am Beispiel ausgewählter Fischarten sowie einer Muschel -
Umgang, Konsequenzen, Möglichkeiten

Dipl.-Biol. Christoph Dümpelmann, Büro für Fischbiologie & Gewässerökologie, Forum Flusskrebse, Marburg/Lahn

11.30 Uhr

Umgang mit problematischen gebietsfremden Pflanzenarten: Beispiele aus der Praxis
Dr. Beate Alberternst, Wissenschaftliches Büro: Projektgruppe Biodiversität, Friedberg

12.30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

Riesenbärenklau, Staudenknöterich und Co. - Bestimmung und Kontrolle
Katrin Schneider, Korina, Halle

14:15 Uhr

Prädationsmanagement - Waschbär, Mink und Co
Wiesenvogelschutz mit örtlichen Jägern
Dr. Uwe Andreas, Landkreis Stade, Stade

15.00 Uhr

Pause

15.15 Uhr

Bisam und Nutria - Biologie, Schäden und Management invasiver Wühltiere an Gewässern
Heiko Fritz, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg

16.00 Uhr

Ende der Veranstaltung


Drüsiges Springkraut
Der Tagungungsort Camp Reinsehlen

Noch Fragen oder auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit?

Ich helfe Ihnen gerne:
Gudrun Janz
Veranstaltungsorganisation
Tel.: 05198-989071

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