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Regiosaatgut – rechtliche und fachliche Grundlagen, Produktion und Anwendung

17. bis 18.06.2021
Digitale Veranstaltung und Exkursion im Landkreis Rotenburg/Wümme
Hinweis: Die zweitägige Veranstaltung findet am ersten Tag digital statt, am zweiten Tag in Form einer Exkursion zu verschiedenen Beispielflächen in der Nähe von Rotenburg/Wümme. Das Detailprogramm wird in Kürze eingestellt.

Nr. 21-044

Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt seit dem 1. März 2020 in der freien Natur ausschließlich den Einsatz von gebietseigenem Saatgut einheimischer Wildpflanzen. Damit wird entsprechend der Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) von 1992 die Bedeutung der innerartlichen Vielfalt, z.B. durch die Erhaltung von lokalen Populationen, auch verbreiteter Arten, gewürdigt. Zudem sind diese Arten oft besser an die regionalen Umweltbedingungen angepasst und damit resistenter als gebietsfremde Pflanzen. Regiosaatgut ist definiert als eine geografische „Herkunftsqualität“ von gebietseigenem Saatgut einheimischer Wildpflanzen auf der Ebene von 22 Ursprungsgebieten innerhalb Deutschlands. Durch den Einsatz von zertifiziertem regionalem Wildpflanzen-Saatgut konnten in den letzten zehn Jahren im Landschaftsbau und im Naturschutz zahlreiche Erfahrungen gemacht werden. Um Unsicherheiten z.B. bei Fachbehörden gegenüber der neuen Regelung zu begegnen, sollen diese bisherigen Erfahrungen unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen Situation geteilt werden.

Die zweitägige Veranstaltung befasst sich mit den rechtlichen (BNatschG §39, 40, Erhaltungsmischungsverordnung) und fachlichen Grundlagen (Regiosaatgut-Konzept, Artenfilter, nachhaltige Sammelstrategien, Abgrenzung zum Naturraumsaatgut), mit der Vermehrungspraxis von der Aufsammlung bis zum Vertrieb und mit praktischen Einsatzmöglichkeiten.

Es werden unterschiedliche Fragenkomplexe behandelt, z.B.: Wofür eignen sich Regiosaatgut-Mischungen? Trägt Regiosaatgut zur Förderung der biologischen Vielfalt bei? Gibt es kleinräumige Alternativen im angewandten Naturschutz? Wie sind „Blühstreifen“ einzuordnen?

Im Rahmen einer Exkursion werden verschiedene Verfahren zur Aufwertung von Extensivgrünland mit gebietseigenem Saatgut im Kompensationsflächenpool eines FFH-Gebietes vorgestellt.


Leitung:
Dr. Dierk Kunzmann, Institut für Landschaftsökologie & Consulting - ILöC

Gebühr:
120,-€ inkl. Verpflegung am Exkursionstag

Hinweis: Durch die Landwirtschaftskammer anerkannte Fortbildungsveranstaltung im Rahmen der Einzelbetrieblichen Beratungsförderung (EB) nach ELER.

Hinweise zur digitalen Teilnahme am ersten Tag sowie Hinweise zur Exkursion und zu den Corona-Maßnahmen am zweiten Tag finden Sie auf dem Anmeldebogen:

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm als PDF zum Download.

Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum 03.06.2021 für die Veranstaltung an.

Hygienekonzept Veranstaltungsbetrieb

Unser aktuelles Hygienekonzept für den Veranstaltungsbetrieb (Stand: 1. Juni 2021) finden Sie hier.

 Hygieneplan
(PDF)

 Grundriss CR
(PDF)

Digitale Veranstaltungen

Wir bieten viele Veranstaltungen nun auch digital an. Diese Veranstaltungen werden über die browserbasierte Software BigBlueButton angeboten. Eine kurze Anleitung hierzu finden Sie hier:

 BBB-Anleitung
(PDF, 0,33 MB)

Noch Fragen?

Ich helfe Ihnen gerne:
Sabine Schreiber
Veranstaltungsorganisation
Tel.: 05199/989-75

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