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Naturfern, schwer erreichbar oder an der Zielgruppe vorbei? Naturbildung für Alle ermöglichen

19.02.2021
DBU Zentrum für Umweltkommunikation, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück

Neuer Termin: 19.02.2021

Nr. 21-046

Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche gelten häufig als naturfern. Die Naturbewusstseinsstudie des BfN sagt aus: Bevölkerungsgruppen, die in Bezug auf Einkommen und Bildung benachteiligt sind, bleibt auch der Erfahrungsraum Natur oft weitgehend fremd und verschlossen, so dass sie von diesem nicht profitieren können. Ein Engagement für den Schutz biologischer Vielfalt kann für diesen Personenkreis nur mit einer verstärkten Bewusstmachung für den praktischen und ideellen Wert (gutes Leben) von Natur einhergehen.

Doch liegt es eventuell einfach daran, dass das Angebot in den jeweiligen Stadtteilen und Städten für diese Zielgruppe nicht vorhanden ist?

Zunehmend setzen sich Akteure der Natur- und Umweltbildung mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit auseinander. Denn gesellschaftlicher Wandel erfordert auch Anpassungen in der Bildungsarbeit. Vor welchen Herausforderungen stehen wir dabei aufgrund des demografisches Wandels, einer größer werdenden Vielfalt von Lebensstilen, sowie einem wachsenden Armutsgefälle? Wie kann eine Vielzahl an unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen von Umweltbildungsangeboten profitieren? Wie müssen diese zugeschnitten sein, um auch Menschen zu erreichen, auf die bislang für Naturbildung nicht explizit ausgerichtet war? Wie lässt sich die sogenannte Naturferne überwinden und von wem wird dabei Bewegung erwartet?

Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, dass sich eine Neuausrichtung auf die bisher in den Umweltbildungsprogrammen unterrepräsentierten Zielgruppen lohnt. Die Teilnehmenden erhalten an diesem Seminartag einen Überblick, welche Chancen sich daraus für die eigene (schulische und außerschulische) Praxis in der Naturbildung ergeben. Mögliche Stolpersteine und Herausforderungen bei Akquise, Planung und Durchführung werden vorgestellt und diskutiert. In Praxiseinheiten können Beispiele bereits erprobter Bildungsbausteine selbst durchgeführt werden.

Leitung:
Johannes Plotzki, Umwelt- und Naturpädagoge, Lüneburg

Gebühr:
90,- € inkl. Verpflegung

Geeignet zur ZNL-Fortbildung

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