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Mähwiesen: Ökologie und Bewirtschaftung - Der große Wiesenknopf, Blume des Jahres 2021 und sein Lebensraum, die extensiven Feuchtwiesen

in Zusammenarbeit mit der Loki Schmidt Stiftung, dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig Holstein und der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue


07.08.2021
Michaelshof, Im Dorfe 11 in 29490 Sammatz/Neu Darchau

Nr. 21-047

Artenreiches, extensiv genutztes Grünland ist in den letzten 50 Jahren massiv zurückgegangen. Dabei gehört es in seinen vielfältigen Ausprägungen zu den landschaftsprägenden und artenreichsten Elementen unserer Kulturlandschaft. Der Blüten- und Strukturreichtum in Grünland-Lebensräumen, insbesondere der Feucht- und Nasswiesen, bietet nicht nur dem Großen Wiesenknopf, der Blume des Jahres 2021, sondern auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine wesentliche Lebensgrundlage. Dazu gehören u.a. die Sumpf-Brenndolde und die Wiesen-Silge, das Braunkehlchen und seltene Schmetterlingsarten. Ihre Entstehung verdanken die meisten Wiesentypen der traditionellen Zweischnittnutzung mit Heuwerbung.

Die Ursachen für den Rückgang artenreichen Grünlandes sind ebenso vielfältig wie die breite Palette der aufgrund standörtlich und bewirtschaftungsbedingter Unterschiede traditionell entstandenen Grünlandtypen. Aufgrund der maschinell aufwändigen Bewirtschaftung und des relativ geringen Ertrags ist vielerorts die klassische Heugewinnung vor allem auf feuchten Standorten stark zurückgegangen. Unter den heutigen Marktbedingungen ist das Heu von Feucht- und Nasswiesen zu einem Nischenprodukt geworden. Mancherorts wurden viele Wiesen trockengelegt, um sie danach intensiver zu nutzen, oder zu Äckern umgewandelt. Häufig sind die wirtschaftlich weniger bedeutsamen, aber nutzungsabhängigen Feucht- und Nasswiesen in besonderem Umfang von Unternutzung, Nutzungsaufgabe und Verbrachung betroffen. In den für den Großen Wiesenknopf besonders bedeutsamen Flussauen spielen Veränderungen der natürlichen Überflutungs- und Wasserstandsdynamik, effiziente Entwässerungssysteme binnendeichs, Reliefmeliorationen und Strombaumaßnahmen sowie klimatische Veränderungen eine wesentliche Rolle für die Veränderungen und den Rückgang des Lebensraums.

Auf diesem Seminar sollen verschiedene Wege und Möglichkeiten der Nutzung und Pflege artenreichen Feuchtgrünlands vorgestellt und die ökologischen Folgen der verschiedenen Maßnahmen beleuchtet werden. Ein Schwerpunkt wird dabei auf dem unter Natura 2000-Gesichtspunkten besonders zu berücksichtigenden Mähwiesen liegen. Eine Exkursion zum Großen Wiesenknopf in den niedersächsischen Elbtalauen rundet das Veranstaltungsprogramm ab.


Leitung:
Tjede Nordhoff, Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz
Dr. Kristin Ludewig, Loki Schmidt Stiftung
Andrea Weigert, Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
Ortrun Schwarzer, Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue


Gebühr: 45 € inkl. Verpflegung


Maßnahmen in der Zeit der Corona-Pandemie (Testpflicht und weitere Hinweise) finden sich im detaillierten Veranstaltungsprogramm:

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm als PDF zum Download.

Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum
17.07.2021 für die Veranstaltung an.

Hygienekonzept Veranstaltungsbetrieb

Unser aktuelles Hygienekonzept für den Veranstaltungsbetrieb (Stand: 1. Juni 2021) finden Sie hier.

 Hygieneplan
(PDF)

 Grundriss CR
(PDF)

Noch Fragen?

Ich helfe Ihnen gerne:
Vivienne Gebers

Tel: 05199/989-76

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