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FÖJ und Corona



Die sich verschärfende Lage im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus hat erhebliche Auswirkungen auf das Freiwillige Ökologische Jahr in Niedersachsen. Auf das laufende FÖJ, genauso wie auf das laufende Bewerbungsverfahren für den nächsten Jahrgang. Sämtliche Maßnahmen und Empfehlungen folgen dabei zwei Grundsätzen:

  1. Die Sicherheit der Freiwilligen hat oberste Priorität.


  2. Durch Corona begründete und unvermeidbare Einschränkungen können nicht den Freiwilligen angelastet werden, entstehende Nachteile sollen möglichst aufgefangen werden.


Was bedeutet dies für die Mitarbeit in den Einsatzstellen?

Der Großteil der FÖJ-Teilnehmenden arbeitet auch jetzt in der jeweiligen Einsatzstelle mit, vielfach unter besonderen Bedingungen und mit veränderten Aufgaben. Dabei gilt: Alle Schutzmaßnahmen für das Personal der Einsatzstellen sind genauso auch für die dort eingesetzten Freiwilligen anzuwenden.

In jeder Einsatzstelle sollte im Gespräch mit den Freiwilligen die Gefahrenlage abgeschätzt werden, ggf. in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden. Vorerkrankungen und die besondere Fürsorgepflicht für minderjährige Freiwillige sind zu beachten. In begründeten Fällen können FÖJ-Teilnehmende freigestellt werden, der Einsatz kann reduziert, vorübergehend im „Homeoffice“ geleistet oder unterbrochen werden. Etwa ein Drittel der aktuellen Teilnehmenden war oder ist von solchen „Sondervereinbarungen“ betroffen.

Alle Veränderungen im Einsatz der FÖJ-Teilnehmenden sind längstens bis zum 31.5.2020 zu befristen. Soweit sie dem Träger angezeigt und begründet wurden, sind sie für die Anerkennung des FÖJ und für die Förderung der Einsatzstellen unschädlich. Reduzierungen der Wochenarbeitszeit der Freiwilligen im Zusammenhang mit der der Corina-Pandemie führen weder zu Minusstunden noch zu einer Reduzierung des Taschengeldes.

Hintergrundinformationen dazu geben dieses Schreiben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bzw. dieser Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.


Wie wirkt sich Corona auf die Seminare im FÖJ 2019/2020 aus?

Alle 4. und leider auch alle 5. FÖJ-Seminare (Umwelt und Gesellschaft) des diesjährigen Seminarzyklus wurden abgesagt. Ersatzweise fanden und finden Telefonkonferenzen, Videokonferenzen und Webinare statt. Die ausgefallenen Seminartage gefährden nicht (!) die Anerkennung des FÖJ. Eine Entscheidung, in welcher Form die Abschlussseminare stattfinden werden, soll Anfang Mai fallen, wenn von Bund und Land hoffentlich neue Informationen vorliegen.


Kann das Bewerbungsverfahren für das FÖJ 2020/2021 „normal“ ablaufen?

Bekanntermaßen sind aktuell alle Menschen aufgefordert, Sozialkontakte und Reisetätigkeiten einzuschränken. Im laufenden Bewerbungsverfahren würden allerdings normalerweise gerade jetzt überall Vorstellungsgespräche und Probetage stattfinden. Darauf sollte vorerst unbedingt verzichtet und stattdessen Alternativen erwogen werden: Bewerbungsgespräche können auch telefonisch oder per Videotelefonie geführt werden, letzteres z.B. über Skype oder WhatsApp. Die modernen Handys eröffnen darüber hinaus die Möglichkeit, ein kleines Bewerbungsvideo als Videobotschaft aufzunehmen und zu senden. Auch dies könnte eine Variante sein.

Bis Ende Juni sollen die FÖJ-Vereinbarungen zwischen den Teilnehmenden und Einsatzstellen geschlossen sein. Ein Teil liegt sogar schon vor. Interessierte können sich über das Portal weiterhin auf noch freie Plätze bewerben. Abgesehen von den Bewerbungsgesprächen verläuft das Verfahren also bislang wie üblich.


Ausblick

Aktuell kann niemand sicher sagen, wie sich die Situation entwickeln wird, ob Beschränkungen weiter gelockert oder Lockerungen zurückgenommen werden. Diese Situation verlangt allen FÖJ-Beteiligten Besonnenheit, Flexibilität, Geduld, und Verständnis für die unterschiedlichen Sorgen und Nöte ab. Als Träger bemühen wir uns, alle relevanten Informationen zeitnah weiterzugeben. Bei Fragen ist das FÖJ-Team gern ansprechbar.


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